„Ich tanze weil Musik spielt“
Musikalitäts­workshops für Tangotänzer*nnen
+ Spezialworkshop für Lehrer*innen

mit Joaquín Amenábar vom 7. bis 9. Februar 2020

workshops joaquin videoicon2 tangostudio el abrazo tango hamburg
workshops joaquin videoicon1 tangostudio el abrazo tango hamburg

Joaquín Amenábar

Joaquín Amenábar ist Professor für Bandoneon am Konservatorium in Buenos Aires. Er leitete das Tangoorchester „Orquesta Típica de la Guardia Vieja“, gibt Kurse für Tangomusiker*innen, spielt Bandoneon von Bach über Canaro bis Piazolla … und tanzt Tango, privat.

Seine Workshops für Tangotänzer*innen – die er auf deutsch hält – lehren das feine Hinhören und eröffnen einen neuen Zugang zum Tanz. Rhythmische Muster, Melodie, Wiederholungen, Akzente … wie entsteht aus dem Gehörten Tanz?

Joaquín Amenábar kommt in seinen Kursen ganz ohne musikalischen Fachjargon aus. Er arbeitet mit viel Bewegung und wenig Theorie. Dabei kommt auch sein Bandoneon immer wieder zum Einsatz …

Sein Buch „Tango zur Musik tanzen“ ist inzwischen in 5 Sprachen erschienen und DAS Standardwerk zum Thema Musikalität für Tangotänzer*innen. Es kann auf seiner Webseite erworben werden. Es ist aber auch erhältlich in allen unseren Milongas an der Kasse, sowie während seiner Workshops.

Programm

Freitag, 7. Februar, 18.00-19.30 Uhr
Rhythmus
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Einfacher, doppelter, halber Taktschlag – welche Tempi hat die Musik und wie lassen sie sich tanzen?
  • Woran lassen sich Rhythmuswechsel in der Musik erkennen und wie lassen sie sich interpretieren?

Freitag, 7. Februar, 20.00-21.30 Uhr
Melodie I
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Auch die Melodie macht uns ein rhythmisches Angebot
  • Erkennen und Unterscheiden von Rhythmen in der Melodie
  • Wie kann man auf Melodie tanzen?

Samstag, 8. Februar, 11.00-12.30 Uhr
Melodie II
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Das Spiel mit den Kontrasten in der Melodie
  • Die Position der Verdoppelung

Samstag, 8. Februar, 13.00-14.30 Uhr
Form und Struktur
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Die musikalische Sprache und ihre „Sätze“ im Tango
  • Die Teile eines Instrumentaltangos und deren Verbindungen als Hilfe für das eigene Tanzen

Samstag, 8. Februar, 15.30-17.00 Uhr
Milonga
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Die besonderen Rhythmusvarianten in Milonga und Vals

Samstag, 8. Februar, 17.30-19.00 Uhr
Vals
Anfänger bis Profi (kein Paarkurs)

  • Rhythmische Einheiten des Vals im Vergleich zum Tango
  • Unterschiedliche Verdoppelungen
2020 02 Joaq icon

Anmeldung

Zu den Musikalitätsworkshops mit Joaquín Amenábar anmelden…

Spezialworkshop für Lehrer*innen

Wie man Tango für Anfänger*innen von der Melodie ausgehend unterrichtet

Dieser Workshop ist kein Kurs darüber wie man Musikalität unterrichtet, sondern handelt davon, wie man Tangounterricht für Anfänger*innen gibt – ausgehend von der Melodie, nicht vom grundlegenden Rhythmus.

Häufig beginnt Tangounterricht heutzutage mit „Gehen“ auf dem grundlegenden Rhythmus (vier Zählzeiten), bevor andere Bewegungen unterrichtet werden. Eventuell wird dann erst später – manchmal auch gar nicht – unterrichtet, wie man auf die Melodie tanzt.

Das Tanzen auf Melodie – wenn es überhaupt unterrichtet wird – kommt erst später, da wie selbstverständlich angenommen wird, die Melodie im Tango zu tanzen sei kompliziert und könne daher nicht als erste Einführung in den Tangotanz genutzt werden.

Joaquín aber ist der Meinung, dass es viele Vorteile bringt von der allerersten Tangostunde das Tanzen zur Melodie zu unterrichten.

In diesen Workshops analysiert Joaquín die Vor- und Nachteile beider Varianten von Anfänger*innenunterricht und demonstriert am praktischen Beispiel einer ersten Tangoeinführungsstunde, wie man Tangounterricht gleich in der ersten Stunde an der Melodie orientiert und welche Vorteile das hat.

Dieser Workshop besteht aus 3 Teilen:

Teil 1
Sonntag, 9. Februar, 13.30-14.15 Uhr
Theorie
Joaquín erklärt die Vor- und Nachteile Anfänger*innenunterricht auf dem grundlegenden Rhythmus (4 Zählzeiten) oder der Melodie aufzubauen und zeigt warum es Sinn macht schon die allererste Tangostunde auf die Melodie im Tango zu gründen.

Teil 2
Sonntag, 9. Februar, 14.30-16.00 Uhr
Demonstration
Joaquín unterrichtet eine allererste Tangostunde mit einigen Versuchspersonen. Diese Probanden haben bisher keinen Tangounterricht gehabt und genießen ihre allererste Tangostunde.
Er unterrichtet diese Probanden nach seiner Methode ausgehend von der Melodie zu unterrichten. Es handelt sich hierbei um Tangounterricht – keine Musikalitätsstunde.
Die Workshopteilnehmer*innen (Lehrer*innen) sind stille Beobachter*innen dieser Demonstrationsstunde. Sie sehen zu, interagieren aber nicht.

Teil 3
Sonntag, 9. Februar, 16.30- ca. 18.00 Uhr
Auswertung
Joaquín erklärt und diskutiert mit den Workshopteilnehmer*innen (Lehrer*innen) den Verlauf und das Ergebnis der Demonstrationsstunde und vergleicht es mit der traditionellen Methode. Wie unterscheidet sich das Ergebnis von Joaquíns Demonstration von herkömmlichem Unterricht? Welche Vor- oder Nachteile gibt es?
Dieser Teil ist ausdrücklich als Diskussionsrunde gedacht, bei der der Lehrer*innen Fragen stellen können und Beobachtungen und Erfahrung ausgetauscht werden können.

Voraussetzungen:
Um den Inhalten folgen zu können, müssen Teilnehmer*innen dieses Workshops Joaquíns Musikalitäts-Workshops Melodie 1 und Melodie 2 absolviert haben. Der Besuch weiterer seiner Workshops ist von Vorteil.

Konditionen:
120 Euro pro Teilnehmer*in

2020 02 Joaq icon

Anmeldung

Zum Spezialworkshop und den Musikalitätsworkshops mit Joaquín Amenábar anmelden…